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Sport braucht Raum

Kategorie: Turngau Oberpfalz-Süd
01.06.2021 09:04

Turner in Gau Oberpfalz Süd wollen zurück in die Hallen!

Die Forderung des Vorsitzenden im Turngau Oberpfalz Süd ist deutlich: „Training in den Hallen muss endlich wieder erlaubt werden!“. Im Oktober des vergangenen Jahres haben die Turnerinnen und Turner ihre Trainingsstätten das letzte Mal von innen gesehen. Mit jeder Verlängerung des Lockdowns reichen immer mehr Mitglieder ihre Kündigung ein. „Unsere Sportvereine können diesen Stillstand nicht länger verkraften“, so Robert Ebenbeck.

 

Gesunderhaltung der Bevölkerung muss in den Fokus rücken

 

Doch nicht nur die Vereine leiden, sondern vor allem auch ihre Mitglieder. Denn der Vereinssport ist für die Gesundheit und Gesunderhaltung der Bevölkerung von essenzieller Bedeutung. Ohne Sport fehlt der Ausgleich zum Alltag, der aktuell für viele eine große Belastung darstellt.

 

So leidet nicht nur die physische Gesundheit – nicht wenige Menschen klagen beispielsweise über eine Gewichtszunahme seit der Pandemie – sondern auch die Psyche. Wer nicht ausgelastet ist, den ganzen Tag zuhause verbringt, sich zusätzlich noch ungesund ernährt und vielleicht sogar allein ist, wird auf Dauer gesundheitliche Schäden davontragen. Die Öffnung des Vereinssport muss daher endlich als Teil der Lösung des pandemischen Problems erkannt werden.

 

Dem Turngau Oberpfalz Süd gehören die 214 Turnvereine aus den kreisfreien Städten sowie den Landkreisen Regensburg, Schwandorf, Cham und Neumarkt an. 19.644 Mitglieder sind darin in der Sparte Turnsport zurzeit gemeldet. Noch, denn die Zahl sinkt zunehmend schneller. Seit knapp sieben Monaten fehlt den Sportlern eine Perspektive. Je nach Inzidenz dürfen z.B. nur Kinder trainieren und dann auch nur in Kleingruppen und im Freien. „Wir können nicht einfach jedes Training draußen abhalten“, gibt der Turnbezirksvorsitzende zu bedenken.

 

Der Bayerische Turnverband (BTV) stellt deshalb mit seinen 7 Bezirken, 26 Gauen und 21 sportlichen Fachgebieten folgende Forderungen an die Bayerische Staatsregierung: 

·     Schnelle Öffnung von Sporthallen

·     Klare Perspektiven mit allgemeingültigen Bestimmungen zur Öffnung von Sporträumen

·     Anpassung des Test-Konzepts an die Bedürfnisse der Vereine

·     Unkomplizierte und unverzügliche Hallenöffnung für Geimpfte

Bereits im letzten Jahr wurden aufwändige Hygienekonzepte entwickelt, die nur „aus der Schublade geholt“ werden müssen – einer schnellen Öffnung der Hallen spricht somit nichts entgegen. Was für viele Vereine gerade besonders frustrierend ist: Die Landesregierung erlaubt die Öffnung der Hallen ab einer Inzidenz unter 100, jedoch hat das letzte Wort die Kreisverwaltungsbehörde. Hier muss klar geregelt sein: Was die Regierung sagt, gilt – und zwar flächendeckend und ohne Ausnahmen.

 

Auch beim Thema Corona-Tests bestehen noch viele Fragezeichen und Unklarheiten, die dringend geklärt werden müssen: So müssen die in den Schulen gemachten Tests endlich dokumentiert und zur Verwendung im Sportbetrieb anerkannt werden. Weiterhin benötigen Vereine einheitliche Vorgaben, wie die Tests durchzuführen und zu dokumentieren sind – zusammen mit einem klar geregelten Testkontingent oder -budget, das den Vereinen zur Verfügung gestellt wird.


Außerdem muss inzidenzunabhängig die Öffnung der Sporthallen für bereits Geimpfte erfolgen. Gerade in der älteren Generation, die größtenteils geimpft ist, bedeutet der Vereinssport wieder ein Stück mehr Lebensqualität, aber vor allem auch körperliche und seelische Gesundheit.

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